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Fortgeschrittene explizite Strukturmechanik mit LS-DYNA

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​Sie benutzen schon LS-DYNA, möchten aber noch mehr aus der Software und Ihrer Simulation herausholen? Dann sind Sie in diesem Seminar genau richtig. Dazu werden die Themengebiete „Robuste und effektive Kontaktmodellierung“, „Nichtlineares Materialverhalten und Versagensmodellierung“, „Modellierung von Verbindungstechniken“ und „Prüfung und Auswertung expliziter Simulationen“ behandelt. Ziel des Seminars ist es, für komplexe Anwendungen die besten Modellierungstechniken zu erlernen sowie potentielle Fehler und Schwachstellen bei der Modellierung zu erkennen und zu beheben.

ZIELGRUPPE

​Das Seminar wendet sich an Berechner, die schon erste Erfahrungen mit LS-DYNA gesammelt haben und nun noch tiefer in die explizite nichtlineare Strukturdynamik einsteigen wollen.

IHR NUTZEN

​Sie lernen die umfangreichen Modellierungsmöglichkeiten von LS-DYNA kennen und können entscheiden, welches für Ihre Anwendung die besten Optionen sind. So können Sie die Genauigkeit, Robustheit und Effizienz der Simulationen steigern und möglicherweise auch ganz neue Anwendungsfelder erschließen.

Agenda

Tag 1

Robuste und effektive Kontaktmodellierung

M1: Die Vielfalt der Kontaktarten: Fluch und Segen

  • ​Unterscheidung zwischen Nodes- und Surface-Optionen
  • Die Wunderwelt der AUTOMATIC-Kontakte
  • Behandlung von Schalen und Balken
  • Welche Optionen sind für welche Kontaktarten anwendbar?
  • Empfehlungen von Standardeinstellungen

M2: Wirkungsweise und Anwendung von Penalty- und Constraint-Kontakten

  • ​Theorie und Eigenschaften von Penalty-Kontakten
  • Kontaktsteifigkeit und –dämpfung optimal einstellen
  • Behandlung von Anfangspenetrationen, gewollt und ungewollt
  • wann sind Constraint-basierte Kontakte sinnvoll

M3: Knoten- oder flächenbasierte Kontaktsuche: wann nimmt man was?

  • ​Symmetrischer oder unsymmetrischer Kontakt, mehr ist nicht immer besser
  • Aufwand und Nutzen von SOFT2 und MORTAR-Kontakten
  • Glättung facettierter Kontaktflächen
  • Kontakt bei Elementversagen
  • Berücksichtigung und Auswertung von Reibung

M4: Troubleshooting: wenn der Kontakt nicht so will wie ich

  • ​Diagnosemöglichkeiten im Output
  • Darstellung und Deutung von Kontaktergebnissen im Interface-Force-File
  • Kontaktenergien verstehen
  • Positionen von Kontaktfehlern finden und Ursachen beheben
  • Spezialkontakte: Stonewalls, analytische Kontaktkörper und Gleitführungen

Tag 2

Modellierung von Verbindungstechniken

M5: Permanente Verbindungen

  • ​Effiziente Modellerstellung mit TIED-Kontakten
  • Kontaktauswahl für robuste, sichere und genaue Modellierung
  • Penalty- oder Constraint-Verfahren
  • Vermeidung von Überbestimmtheiten
  • Modelle mit Solids, Shells und Beams

M6: Klebeverbindungen mit Versagen

  • ​TIEBREAK-Kontakte und Cohesive-Elemente
  • Versagensmodelle ohne und mit Schädigung
  • Verbindungstechniken für Solids und Shells
  • Modellierung von Decomposition
  • Auswertung im Interface-Force-File

M7: Schweißpunkte und –nähte, Schrauben und Niete

  • ​Netzunabhängige Schweißpunktmodellierung
  • Vor- und Nachteile von Balken- und Solidmodellierung
  • Verschiedene Ideen für Schweißnähte: was ist auszuwerten
  • Schrauben als Beams oder Solids, mit und ohne Vorspannung

M8: Prüfung und Auswertung expliziter Simulationen

  • ​Generelle Modellkontrolle mit den Messag-Files
  • Kontrolle der Energieerhaltung
  • Kontrolle von Kraft- und Momentengleichgewicht
  • Kontrolle von Hourgass und Mass-Scaling
  • Filtern von Kräften und Beschleunigungen
  • Empfohlene Solver-Einstellungen

Tag 3

Nichtlineares Materialverhalten und Versagensmodellierung

Materialcharakterisierung und mechanische Grundlagen

  • ​Die Vielfalt der Materialmodelle in LS-DYNA, ein Überblick
  • Hyper- und Hypoelastizität
  • Dehnungen und Spannungen, Haupt- und Vergleichswerte
  • Bedeutung und Auswertung von History-Variablen

Elastizität und Plastizität

  • ​Isotrope und Anisotrope Elastizität
  • Plastizität und Fließtheorien: immer wieder von Mises
  • Isotrope und kinematische Verfestigung
  • Viskoplastizität
  • Behandlung von Entfestigung
  • Anisotrope Plastizität
  • Zwei-Parameter-Modelle: Mohr-Coulomb und Drucker-Prager

Material- und Elementversagen in Verbindung mit Schädigungsmodellen

  • ​Unterscheidung Materialversagen und Element-Erosion
  • Versagenskriterien lokal oder global definiert
  • Schädigungsmodelle nach Gurson und GISSMO
  • Netzabhängigkeit beim Versagen und dessen Regularisierung

Hyperelastizität, Schäume und Kunststoffe

  • ​Modellierung von Gummi mit Mooney-Rivlin und Ogden-Modellen
  • Berücksichtigung von Viskosität und innerer Reibung
  • Elastische Schäume – Komfortschaum
  • Plastische Schäume – Energieabsorbtion
  • Kunststoffe: Besonderheiten, Möglichkeiten und Grenzen

ERGÄNZENDE VERANSTALTUNGEN